Welche Währung gilt in Liechtenstein?
Der Schweizer Franken ist das gesetzliche Zahlungsmittel im Fürstentum Liechtenstein. Wie es dazu kam und was die Vorteile des Schweizer Franken sind, erfährst du in diesem Beitrag.
Inhaltsverzeichnis
Seit wann gilt in Liechtenstein der Schweizer Franken?
Am 11. April 1924 wurde der Schweizer Franken in Liechtenstein eingeführt. Der Franken ist somit seit über 100 Jahren die Landeswährung in Liechtenstein.
Wie wurde der Schweizer Franken zur Landeswährung von Liechtenstein?
Bis zum Jahr 1920 war Liechtenstein eine landwirtschaftlich geprägte Monarchie, die eng mit Österreich verbunden war. Deshalb war die österreichische Krone bis 1924 das offizielle Zahlungsmittel. Die Hyperinflation in Österreich nach dem 1. Weltkrieg wirkte sich auch in Liechtenstein negativ aus.
Die Geldentwertung der österreichischen Krone nach dem 1. Weltkrieg vernichtete das Ersparte vieler Liechtensteiner. Das Volk wollte den stabileren Franken.
Die Geldentwertung vernichtete das Ersparte vieler Liechtensteiner. Folglich wechselten sie die Krone so schnell wie möglich in stärkere Devisen, um den Wert zu erhalten. Selbst die rasche Einführung eines Notgeldes blieb wirkungslos. Es gab zwar Münzen, für das Drucken von Papiergeld fehlten aber die finanziellen Mittel. Viele Liechtensteiner wollten in dieser Zeit den Schweizer Franken als harte Währung. Das Volksblatt schrieb im März 1920: «Niemand will mehr Kronen an Zahlungsstatt nehmen, alles will Franken.»
Ziemlich gute Freunde: Enge Verflechtung Liechtensteins mit der Schweiz
Liechtensteins Wunsch nach einem gemeinsamen Währungsraum mit der Schweiz hat beide Länder eng verbunden. Mit dem Zollanschlussvertrag von 1923 wurde das Fürstentum Liechtenstein Teil des Schweizer Wirtschaftsraums. Das heisst, zwischen den beiden Ländern besteht de facto eine Zollunion.
Der Wert der in die Schweiz exportierten Güter wird beispielsweise nicht gemessen. Und so wurde am 11. April 1924 der Schweizer Franken als alleiniges Zahlungsmittel für Liechtenstein bestätigt.
Bis heute wurden rund 100 Staatsverträge unterzeichnet. Viele Gesetze und das Vorsorgesystem beider Länder sind ähnlich aufgebaut. Zudem wahrt die Schweiz seit 1919 die Interessen Liechtensteins im Ausland.
Mit dem Schweizer Franken stieg die Kaufkraft rasant
Die Stabilität der Währung leitete eine rasche ökonomische Entwicklung in Liechtenstein ein, das heute das Ranking der höchsten Kaufkraft pro Einwohner in Europa anführt, deutlich vor der Schweiz (+39 %), Luxemburg (+68 %) und Island (+106 %). Die Kaufkraftparität der Liechtensteiner ist knapp dreimal so hoch wie der europäische Durchschnitt.
Führende Kaufkraftparität in Liechtenstein
Der robuste Schweizer Franken löste eine Wirtschaftserholung aus
Die Einführung des harten Schweizer Frankens hatte für Liechtenstein weitreichende Konsequenzen:
- Die robuste Währung ermöglichte den günstigen Einkauf von Importgütern. Dies wiederum förderte den Konsum und das Sparen – die Wirtschaft wuchs stetig.
- Die liberale Gesetzgebung und die Schaffenskraft der Liechtensteiner förderten die Entwicklung des wichtigen Industriebereiches. Die höhere Kaufkraftparität vergünstigte die für die Industrie notwendigen Rohmaterialien und die Energiekosten. Die Metallindustrie und die Nahrungsmittelindustrie sind heute die Aushängeschilder des Fürstentums. Der Industriesektor trägt derzeit rund 40 % zur Bruttowirtschaftsschöpfung bei. Unternehmen wie Hilti und Hoval sind heute international erfolgreiche Unternehmen.
- Der stabile Schweizer Franken erlaubte es den Liechtensteiner Banken, sich auf die Vermögensverwaltung zu spezialisieren und neue Geschäftsbeziehungen mit dem Ausland aufzubauen. Der Beitrag des Finanzsektors inklusive Versicherungen belief sich im Jahr 2021 auf 11.5 %. Der Wirtschaftszweig Rechts-, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung trug zu 9.8 % zur Bruttowertschöpfung Liechtensteins bei.
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