Aiducation: Wie Bildungschancen Leben verändern
Aiducation-Stipendien ermöglichen talentierten Jugendlichen neue Bildungswege. willbe unterstützt dieses Engagement und trägt dazu bei, dass Bildung in Kenia und den Philippinen Zukunftsperspektiven schafft – für junge Menschen, ihre Familien und für die Gesellschaft.
Yakobo aus Kenia träumt wie viele Kinder von einer besseren Zukunft. Doch mit sechs Geschwistern, ohne Geld, Strom und Wasser scheinen seine Chancen darauf gering zu sein. Bildung ist kaum erreichbar, seine Wünsche fühlen sich weit entfernt an.
Dank eines Stipendiums von Aiducation kann er nun endlich aufatmen – zusammen mit vielen weiteren talentierten Schülerinnen und Schülern. Sie alle werden Neues entdecken und ihren Traum verfolgen können: sich selbst und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen.
Die Schule zu besuchen ist in Europa gang und gäbe. Aber nicht überall auf der Welt ist dies möglich. Viele Länder verfügen über kein staatliches Schulsystem, gewähren Schulen nur geringe oder gar keine Subventionen und sind zugleich von hoher Armut betroffen. Privatschulen mit hohem akademischem Niveau sind daher selten und meist mit hohen Kosten verbunden.
Die Bedingungen, unter denen Kinder in zahlreichen Ländern der Welt aufwachsen, sind für Aussenstehende nur schwer nachvollziehbar. Für viele Menschen ist ein Alltag in Armut und ohne Perspektiven bittere Realität. Oftmals verfügen Familien nicht über die Mittel, um die Bildung ihrer Kinder zu finanzieren. Das Geld reicht oft knapp zum Überleben, geschweige denn für die Schule.
Ein Hoffnungsschimmer ist Aiducation, eine Non-Profit-Organisation, und ihre Partner, die in Bildung investieren. Mit Stipendien für talentierte Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen in Entwicklungsländern sind sie eine Anlaufstelle für Bildung und für die Menschen ein Wegweiser für eine bessere Zukunft.
Voraussetzungen für ein Stipendium
Die Bewerbung um ein Aiducation-Stipendium steht allen jungen Talenten offen, die den Wunsch nach einer soliden Ausbildung haben, für die eine solche aber finanziell nicht tragbar ist. Während einige Stipendiatinnen und Stipendiaten von ihren Familien angemeldet werden, bewerben sich andere selbstständig. Eines ist ihnen gemein: die Hoffnung auf einen positiven Entscheid von Aiducation.
Wird ein Stipendium nach dem Bewerbungsprozess vergeben, geht es erst richtig los: Es muss weiterhin gezeigt werden, dass man das Stipendium verdient hat. Es gibt niemanden, der die Sache nicht ernst nimmt.
Wir stellen fünf beeindruckende Persönlichkeiten vor, die seit 2023 mit Stipendien durch Aiducation unterstützt werden. Alle bringen ihre eigene Geschichte, ihre Herausforderungen und Träume mit und zeigen auf inspirierende Weise, was Bildung alles möglich macht.
Bildungswege in Kenia
Selbst innerhalb eines Landes unterscheiden sich Lebensrealitäten und Erziehungsstile teils erheblich. Faktoren wie der finanzielle Hintergrund, das Alter der Eltern und die individuelle Situation der Familie prägen die Voraussetzungen von Kindern und Jugendlichen und damit die Chancen auf Bildung und den Einstieg ins Berufsleben.
Folgende vier Schülerinnen und Schüler mögen alle einen anderen Hintergrund besitzen, aber die Chancen, die ihnen das Aiducation-Stipendium bietet, vereint sie.
Nancy
Schon mit 12 Jahren bewarb sich Nancy um ein Stipendium mit dem Traum, Ärztin zu werden. Als eine der besten Schülerinnen ihrer Primarschulklasse wurde ihr das Stipendium gewährt.
"Ich will eine Ärztin werden bei der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt stehen."
Seit über zwei Jahren besucht die heute 14-jährige Stipendiatin nun die "Realize Your Potential"-Academy in Nairobi, Kenia. Durch den Unterricht erweitert sie ihr Wissen und verbessert ihre Fähigkeiten laufend. Auch für Freizeit bleibt Zeit, die Nancy mit Fussballspielen, Lesen und Zeichnen verbringt.
Yakobo
Der 16-jährige Yakobo besucht seit zwei Jahren die Career Guidance Academy, ebenfalls in Nairobi. Dank seiner herausragenden schulischen Leistungen in der Primarschule konnte er ein Aiducation-Stipendium erlangen.
"Wir bewarben uns damals kurzfristig am 31. Dezember – und er wurde angenommen. Wir sind sprachlos."
Mutter und Vater waren ausser sich vor Freude, dass einer ihrer sieben Söhne durch das Stipendium die Möglichkeit erhält, auf eine gute berufliche Zukunft hinzuarbeiten. Beide Eltern besitzen keinen Schulabschluss beziehungsweise lediglich einen Primarschulabschluss.
Selbst ein Zuhause ohne Strom- und Wasseranschluss hält Yakobo nicht davon ab, sein Bestes zu geben und in der Schule gute Noten zu schreiben. Seinem Traum, Maschinenbauingenieur zu werden, kommt er durch Aiducation Tag für Tag näher.
Barry
Der finanzielle Hintergrund von Barry lässt nicht viel Spielraum für Schulgebühren: Er wohnt in einem "Mud House" ohne fliessendes Wasser, mit sieben Geschwistern und nur einer Einnahmequelle der Eltern. Barry bewarb sich für das Aiducation-Stipendium, er war der beste Schüler in seiner Primarschule.
"Ich möchte Neurochirurg werden wie Ben Carson."
Aktuell besucht er bereits das vierte und damit vorletzte Jahr an seiner Hochschule. Seine Noten sprechen weiterhin für sich. Sein Traum, Neurochirurg zu werden und später Mädchen und Jungen zu unterstützen, lebt. Auch können seine Eltern durch das Stipendium wieder durchatmen.
Faith
Faith besucht dieselbe Hochschule wie Barry. Ihre Familie kommt aus ärmeren Verhältnissen. Die Eltern hatten nicht die Möglichkeit, ihr die Schule zu finanzieren. Das Aiducation-Stipendium war ein Glücksfall für die ganze Familie.
"Als Neurochirurgin möchte ich später junge Talente fördern."
Neben ihrem Berufswunsch verfolgt sie einen weiteren Traum: Sie möchte als Mentorin Kinder aus ihrem Umfeld unterstützen und ihnen Hoffnung geben.
Junge Talente in den Philippinen
In Manila, der Hauptstadt der Philippinen, sind die Studiengebühren der State University kostenlos. Der Zugang zu Bildung wäre somit erleichtert, könnte man meinen. Da jedoch Kosten für Schulmaterialien und für die lange Fahrt zur Universität anfallen, bleibt vielen jungen Menschen der Zugang zu einem Studium verwehrt.
Miranda
Seit bereits drei Jahren besucht Miranda die "Polytechnic University of the Philippines". Ihr Schwerpunktfach "Broadcasting" – also audiovisuelle Medien und Rundfunk – bringt sie ihrem Traum, Diplomatin und Moderatorin zu werden und ihren Landsleuten eine Stimme zu geben, näher.
"Ich will jemand sein, der die Jugend inspiriert."
Miranda lebt mit ihrer Familie in Quezon City und hat dadurch einen langen, kostenverursachenden Anreiseweg. Aiducation übernimmt diese Fahrtkosten und ermöglicht Miranda so, ihrem Traumberuf näherzukommen. Die Beträge für Schulmaterialien verdient Miranda mit einem kleinen Nebenjob: Dank ihres handwerklichen Geschicks näht sie Plüschtiere und fertigt Schlüsselanhänger.
Ein Stipendium, welches das Leben verändert
All diese Schülerinnen und Schüler erhoffen sich eine bessere Zukunft – nicht nur für sich selbst und für ihre Familien, sondern auch für die Gesellschaft. Ganz gleichgültig, wo auf der Welt sie sich befinden und welchen Hintergrund sie haben: Mit ihrem Talent, Engagement und der Hilfe von Aiducation können sie etwas bewegen.
Aiducation und ihre Partner
Als Non-Profit-Organisation finanziert sich Aiducation unter anderem durch Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Einer dieser finanziellen Unterstützer ist seit 2023 auch willbe.
willbe unterstützt Aiducation, weil Bildung einer der wirkungsvollsten Hebel für nachhaltige Entwicklung ist. Gemeinsam ermöglichen wir talentierten jungen Menschen in herausfordernden Lebensumständen den Zugang zu Chancen, die ihr Leben dauerhaft verändern können. Die persönlichen Geschichten der Stipendiatinnen und Stipendiaten zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial in ihnen steckt – und weshalb sich dieses Engagement von willbe lohnt.